WeltWeitWissen2011 - Samstag, 23. September 2017
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Artenvielfalt in lokaler und globaler Perspektive am Beispiel Kartoffel

Projekt des HelpAge Deutschland e.V.

Seit Friedrich der Große im 18. Jh. die Kartoffel hierzulande erstmals unter das Volk brachte, ist sie DIE deutsche Beilage und als Knabberspaß geschätzt. Kartoffelprodukte machen heute zwei Drittel unseres Konsums aus, auch wenn die dafür maschinell bearbeiteten Monokulturen die alten Sorten verdrängten…  
Ursprünglich stammt die „papa“ aus Peru, wird weltweit in mehr als 5000 Sorten angebaut und sichert in den Anden das Überleben bis in 4500m Höhe. Doch das gelingt nur, wenn es für jedes Klima die passende Knolle gibt, die alten Kleinbauern ihre Sorten tauschen und ihr Anbauwissen an die Jüngeren weitergegeben…

Kartoffelspuren – Vielfalt neu entdecken wird von der Deutschen Bundestiftung Umwelt und der niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gefördert, hilft in Peru beim Heben verlorengegangener Schätze und wirbt in Osnabrück und Umland für die Bedeutung der Artenvielfalt als Garant für Nahrungssicherheit und Ernährungsqualität.

…unser Ziel: eine Umwelt- und Ernährungsbildung über Generations- und Ländergrenzen hinweg

…unsere Akteure: Schüler, Lehrer, Studenten, Köche, Kleingärtner, Altbauern aus der Region und dem peruanische Hochland sowie die breite Öffentlichkeit

…unsere Aktivitäten: Gärtnern, Kochen, Essen und Zuhören in hiesigen Gärten, Küchen, Restaurants, Bildungseinrichtungen und auf Märkten sowie Aktivitäten zu Wissensweitergabe und Sortenerhalt in vier peruanischen Dörfern

Awareness for Fairness

Kooperationsprojekt der BGZ Berliner Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

Wie können sich junge Menschen für nachhaltige Entwicklung engagieren? Was kann der Faire Handel bewirken? Welche Beziehungen bestehen zwischen dem Globalen Norden und dem Globalen Süden? Das Europäische Kooperationsprojekt „Awareness for Fairness“ greift all diese Fragen auf.

Unser Ziel:

Globales Lernen besser im Bildungssystem verankern und die Qualität der Bildungsangebote stärken. Dafür bringen wir Verwaltung, Schule und Zivilgesellschaft zusammen.

Wir

Das sind Akteure des Globalen Lernens aus fünf Berliner Einrichtungen – BGZ, EPIZ, KATE, GSE sowie die Berliner Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit (LEZ) als Projektträger. Im europäischen Netzwerk arbeiten wir mit NROs aus Leeds, Linz und Prag zusammen. 

Unsere Aktionen spannen einen breiten Bogen von Veranstaltungen in der Schule und im Kiez über Bildungskonzepte und Lernmaterialien bis zu Lobbyarbeit mit Verwaltungen und Bildungspolitikern. Ein Highlight ist die Zusammenarbeit mit Akteuren aus dem Globalen Süden.

Im Fokus:

Möglichkeiten für jeden von uns, sich zu engagieren – z.B. bei Fairem Handel, Fairer Stadt oder Fairer Schule … 

Interessiert? Mehr auf www.be-fair.eu

Gefördert durch die Europäische Union. Für den Inhalt der Publikation sind allein die Projektträger verantwortlich, er gibt nicht den Standpunkt der Europäischen Union wieder.

Biopoli – Ein Jugendbildungsprojekt

Bildungsprojekt des Forums für Internationale Agrarpolitik e.V.
Das Jugendbildungsprojekt Biopoli bringt globale Biopolitik in die Schulen
Unsere Themen sind:
  • Gentechnik in der Landwirtschaft
  • Biologische Vielfalt und Ernährungssicherung
  • Biopiraterie und Patente auf Leben
  • Weltagrarhandel
  • Pestizideinsatz in Nord und Süd
  • Agrarkraftstoffe
  • Klima und Landwirtschaft.

Jugendgruppen und Schulklassen (ab Klasse 9) haben bundesweit die Möglichkeit unsere geschulten ReferentInnen einzuladen, um eine Schulstunde oder Projekttag mit Rollenspiel, Diskussion und viel Information zu gestalten.


Blickpunkt Welt – Globales Lernen und Medienkompetenz

Projekt des Eine Welt Netzwerk Thüringen e.V.
Ton ab! Kamera läuft! – Eine Woche Globales Lernen mit Radio- & Filmproduktion für Schulklassen (7-12)

Durch das Projekt BlickpunktWelt werden Jugendliche in die Lage versetzt, globale Zusammenhänge zu erkennen, Informationen zur aktuell politischen Weltlage einzuschätzen und selbständig handelnd aktiv zu werden. Eine dafür notwendige Kompetenz ist der Umgang mit den Medien unserer Zeit. Die den Schülern zugänglichen Informationen aus  Internet, TV, Radio, Zeitung etc. sind bereits gefiltert und bearbeitet. Sie  zu bewerten, in das eigene Lebenskonzept und in den eigenen Wertekanon zu integrieren bedeutet für uns Globales Lernen und Medienkompetenz.

Ziel des Projektes:
  • Sensibilisierung für entwicklungspolitische Fragestellungen und globale Zusammenhänge
  • Förderung von Medienkompetenz durch praktische Mediengestaltung
Ablauf einer Projektwoche:
  • 1./ 2. Tag: Enwickl.pol. Inputs,  Medienpraxis, Reflexion eigene Lebenswelt…
  • 3. Tag: Recherche, Ideenfindung, Entwicklung eines Sendekonzeptes bzw. Drehbuches, Verfassen von Texten bzw. Rollen
  • 4. Tag: Film- und Tonaufnahmen in und außerhalb der Studios, Arbeit am Schnittplatz
  • 5. Tag: Überarbeitung und Fertigstellung, Vorbereitung der Präsentation; Abschlusspräsentation vor Lehrkräften, Eltern und Gästen
Arbeitsorte:

Medienlabor des EWNT und Studios des Offenen Hörfunkkanals Jena

BNE-Begleiterin im Elementarbereich- Hier spielt die Zukunft

Zertifikatskurs/Pilotprojekt des Biosphärenzweckverbands Bliesgau

In den Kindertagesstätten des Biosphärenreservates Bliesgau spielt die Zukunft der Region. In wenigen Jahren sind es diese Kinder, die die Region gestalten und Verantwortung für die Entwicklung ihrer Heimat übernehmen werden. Durch das Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung wird das Bewusstsein für die Natur, Umwelt und soziale Gerechtigkeit geschaffen und gleichzeitig Fähigkeiten gefördert, um Zukunft aktiv zu gestalten. Wichtige Grundlagen dafür lassen sich bereits im Kindergartenalter legen.

Deshalb bildet die Biosphärenreservatsverwaltung zusammen mit dem Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr des Saarlandes „BNE-Begleiterinnen im Elementarbereich“ weiter. 26 Erzieherinnen setzen sich bei der umfangreichen Fortbildung an insgesamt zwölf Tagen intensiv mit den Themen Natur, Klimaschutz und Energie und nachhaltiges Wirtschaften auseinander und bekommen viele praktische Tipps, wie sie bereits bei den Kleinsten nachhaltiges Denken und Handeln fördern können. Viele Akteure wie das Projekt „leuchtpol“, der LBV, die ARGE Solar usw. sind eingebunden.

Die Fortbildung ist ein Pilotprojekt für das Saarland und passt sehr gut in das Biosphärenreservat Bliesgau, denn in einer Modellregion können auch mal Dinge ausprobiert werden.              

Cinéma du Sud

Projekt des Cinéma du Sud

„Wachstum – Erfolg oder Ausbeutung?“ (Croissance – Exploit ou Exploitation?) Um diese Frage zu erörtern, haben sich dieses Jahr 14 luxemburgische Organisationen zusammengetan, um ein Filmfestival der anderen Art zu veranstalten – das Cinéma du Sud.

Ziel ist es, ein möglichst breites Publikum in Luxemburg und der Großregion zu erreichen und für entwicklungspolitische Themen sowie Nord-Süd-Zusammenhänge zu sensibilisieren. Solidarität ist das Gegenteil von sozialer Ungerechtigkeit - sich zu informieren, um die Ungerechtigkeiten dieser Welt besser zu verstehen, ist ein erster Schritt in Richtung Solidarität. Während im Jahr 2010 die Millenniumsziele im Vordergrund standen, geht es dieses Jahr um die Konsequenzen eines immer weiter ansteigenden Wirtschaftswachstums und einem damit verbundenen unermüdlichen Konsumverhalten.

Über einen Zeitraum von drei Monaten werden jeden Donnerstagabend Spielfilme und Dokumentationen im Kino Utopia in Luxemburg gezeigt. Jede Organisation beteiligt sich an der Durchführung eines Abends und lädt im Anschluss an den Film zu einer Debatte mit einem Experten ein. So wird es Diskussionsrunden zu den Themen Landraub, Kinderarbeit, Abholzung der Wälder, Ausbeutung der Meere und  Bodenschätze geben. Als Abschluss organisiert das Konsortium einen gemeinsamen Abend, an dem der Film „Severn“ gezeigt wird. Schon mit 12 Jahren sprach Severn Cullis-Suzuki auf dem Weltgipfel für Umwelt und Nachhaltigkeit in Rio de Janeiro die humanitäre und ökologische Krise unseres Planeten an.

Heute ist Severn 29 Jahre alt und erwartet ein Kind. Mit der Frage, welche Welt wir für unsere Kinder hinterlassen, versucht der Dokumentarfilm durch mehrere positive Beispiele zu zeigen, was schon erreicht wurde. Der Film soll dem „Cinéma du Sud“ eine positive Note verleihen und den Zuschauern Mut machen, sich weiterhin für eine gerechtere Welt einzusetzen.

Das Projekt ist auch für andere Träger nachahmbar und somit im Sinne eines „Schneeballeffektes“ nachhaltig. Das Cinéma du Sud, welches jedes Jahr mit einem anderen Thema beschäftigt (z.B. Milleniumsziele im Jahr 2010) soll vor allem die Entwicklung kritischen Denkens und Handelns, verantwortungsbewusstes Konsumieren sowie Bürgerengagement im Sinne der lokalen Agenda bewirken, also Verhaltensweisen fördern, die auf einen nachhaltigen Lebensstil hinarbeiten. Die Zusammenhänge und gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen „Nord“ und „Süd“ sollen deutlich werden und eine breite „citoyenneté mondiale“ entstehen lassen, die bereit ist, sich zu engagieren.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage.

Consumo ergo sum?

Projekt der Verbraucherschutzzentrale VoG
Consumo ergo sum? - Ich konsumiere, also bin ich?

Der berühmte Ausspruch des Philosophen  René Descartes (1596-1650) „Ich denke, also bin ich“  wurde zum Leitspruch der europäischen Aufklärung. Aufklären möchte auch diese Ausstellung,  und zwar über die Bedeutung des Konsums.

Stellte Descartes den Zweifel an überlieferten Wahrheiten  als oberstes Gebot des kritisch denkenden Menschen auf, so definiert sich unsere heutige „Wegwerfgesellschaft“ vielfach durch unkritisches und übermäßiges Konsumieren.

Diese Ausstellung zeigt vier verschiedene Aspekte unserer Konsumgesellschaft auf:
  • Ernährung
  • Kleidung
  • Kommunikation
  • Mobilität

Mit stofflich-sinnlichen Reizen sowie einer Kombination aus provozierenden Text-/Bild-Aussagen werden die BesucherInnen mit einzelnen Aspekten unserer Konsumgesellschaft konfrontiert.

Mit Informationen zu Herstellungsprozessen sowie kritischen Gedanken zum nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen  möchte die Ausstellung sowohl aufklären als auch anregen.

„Haben oder Sein?“ – mit dieser von Erich Fromm 1976 formulierten Frage soll sich jeder Besucher auseinandersetzen.

Die Ausstellung will aber nicht nur provozieren, sondern auch in Form von praktischen Tipps und Ideen zu einer zukunftsfähigen Entwicklung beitragen und Mut machen.

Weitere Informationen finden Sie hier.