WeltWeitWissen2011 - Samstag, 23. September 2017
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Z4_Zielgruppe Azubi?! - Globales Lernen in der beruflichen Bildung am Beispiel ernährungsbezogener Berufe

Kurzbeschreibung:

Auszubildende sind eine Zielgruppe, die im Globalen Lernen oft vernachlässigt wird.
Im Workshop wird der EPIZ-Ansatz des Globalen Lernens in der beruflichen Bildung vorgestellt.
Wir diskutieren u.a. die Fragen: Wie müssen Veranstaltungen konzipiert sein, die Auszubildende ansprechen? Wer ist überhaupt „der Auszubildende/die Auszubildende“? Wie bekomme ich Zugang zur Berufsschule?
Im Workshop werden außerdem die EPIZ-Materialien für die berufliche Bildung vorgestellt. In Hinblick auf das Dekade-Thema Ernährung liegt dabei ein besonderer Schwerpunkt auf den Materialien für ernährungsbezogene Berufe (Koch/Köchin, Restaurantfachleute, BäckerInnen, BäckereifachverkäuferInnen).

ReferentInnen (Organisation):

Silvana Kröhn
(Entwicklungspolitisches Bildungs- und Informationszentrum e.V. (Berlin) - Arbeitsbereich Berufliche Bildung)

Z5_Wenn das Land knapp wird, wächst der Hunger

Kurzbeschreibung:

Riesige Ländereien werden in Entwicklungsländern verpachtet. Auf diesen Feldern werden dann keine Nahrungsmittel für die Bevölkerung angebaut sondern Exportprodukte. Dieser Wettlauf um Land oder dieses Land Grabbing, wird angetrieben von der steigenden Nachfrage nach Energiepflanzen, die zur Herstellung von Agrotreibstoffen benötigt werden und nach Futtermitteln. Allein der Anbau der Eiweißfuttermittel für die Europäische Union, überwiegend Soja aus Argentinien und Brasilien verschlingt eine Ackerfläche, die so groß ist wie die von Deutschland und Österreich zusammen.
Die Ursachen und Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung werden anhand konkreter Projektbeispiele: Gran Chaco (Argentinien) und Indonesien geschildert.
Unsere Einflussmöglichkeiten werden vorgestellt und diskutiert. Mithilfe verschiedener Methoden wird die Thematik „Landraub“ erläutert. 

ReferentInnen (Organisation):

Karen Neumeyer  (Koordinatorin der Kampagne „Niemand is(s)t für sich allein“ von „Brot für die Welt“), Stuttgart

 

Z6_Klimawandel und Klimapolitik - Wege zur großen Transformation. Unterrichtsideen für Sek I und Sek II

Kurzbeschreibung:

Nach einer kurzen Einführung zu einigen aktuellen Aspekten des Klimawandels und dem Stand der UN-Klimaverhandlungen vier Wochen vor der UN-Klimakonferenz in Durban, startet mit der Vorstellung der Arbeitsweise der Germanwatch Klimaexpedition der Workshop. Verschiedene erfolgreich durchgeführte Ansätze der Arbeit an Schulen von der Verbraucherzentrale des Saarlandes und von Germanwatch werden präsentiert und münden in die Debatte zu den Fragen:
- Wann findet erfolgreiches Lernen für Klimaschutz statt?
- Wie kann Klimawandel und Klimaschutz Teil von Schulcurricula bzw. Schulprofilen werden?
– Wie sehen die zu vermittelnden Zukunftsvisionen aus?

Der Workshop schließt mit einem Input und einer Debatte zu Bildung für die Große Transformation und formuliert Forderungen an die Politik.

ReferentInnen (Organisation):

Stefan Rostock  (Teamleiter Bildung für nachhaltige Entwicklung, Germanwatch e.V.)

Theresia Weimar-Ehl (Verbraucherzentrale des Saarlandes e.V.)

A4_Bitte mehr BIT - Entwicklungspolitische Bildungs- und Informationstage als ein Erfolgsmodell

Kurzbeschreibung:

Entwicklungspolitische Bildungs- und Informationstage BIT als besonderes Organisationsformat haben sich insbesondere in allen ostdeutschen Bundesländern zu einem Erfolgsmodell entwickelt, welches sich inzwischen auch in einigen anderen Bundesländern, wie dem Saarland, auf erfolgreichem Kurs befindet. Jährlich sind bei den BIT, die alljährlich mit unterschiedlich langen Zeiträumen zwischen Spätsommer und Anfang Dezember organisiert werden, mehr als zehntausend Menschen beteiligt, überwiegend SchülerInnen.

Ob thematisch offen gehalten - wie die EPOBITS im Saarland - oder an den jährlichen Themen der UN-Dekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung orientiert - wie die Brandenburger BREBIT: Die Vielfalt der Angebote und die Kreativität bei deren Ausgestaltung überzeugen. Die BIT-MacherInnen sind dabei, stärker in den fachlichen Erfahrungsaustausch zu treten und gemeinsam weitere bildungspolitische Akzente für das Globale Lernen zu setzen.

Der Workshop strebt an
a) über die BIT als erfolgreiches Format zu informieren, ohne Probleme und Hemmnisse auszublenden
b) einen Erfahrungsaustausch anzuregen, existierende und zukünftige BIT in den Bundesländern und bundesweit zu stärken sowie ihre Rahmenbedingung zu verbessern.

 

ReferentInnen (Organisation):

Uwe Prüfer (2.Sprecher VENROB e.V.(Verbund Entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen Brandenburgs)

Kathrin Baltes (Projekt "Globales Lernen macht Schule", Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland e.V.- NES)

A5_Nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen an Hochschulen

– Austausch von VertreterInnen unterschiedlicher Hochschulen
Kurzbeschreibung:

Dieser Workshop ist ein offenes Angebot an VertreterInnen von Hochschulen, die am Kongress teilnehmen und sich über die unterschiedlichen Verankerungen, Angebote und Ansätze an ihren jeweiligen Hochschulen zu den Themenfeldern Nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen austauschen möchten.
Ziel ist es, einen Dialog anzuregen, Erfahrungen auszutauschen und eventuelle Schnittstellen für Kooperationen in Lehre und Forschung zu identifizieren. Allen Teilnehmenden soll Raum für die Darstellung eigener Aktivitäten eingeräumt werden. Der Workshop wird moderiert.

A6_Qualitätskriterien im Globalen Lernen

Kurzbeschreibung:

Die entwicklungspolitische Inlandsarbeit von NROen differenziert und professionalisiert sich immer weiter. Vielerorts entstehen Kooperationen mit Institutionen des formalen Bildungssystems.
Dabei kommt die grundsätzliche Frage nach einer Sicherung der Qualität durch die Einführung von Standards oder Kriterien für Bildungsanbieter auf, die auch für kleine Organisationen erfüllbar sind.

Innerhalb von VENRO hat eine Arbeitsgruppe einen Katalog mit Kriterien entworfen. Im Workshop sollen die Kriterien vorgestellt und inhaltlich diskutiert werden. Welche Qualitätskriterien sind sinnvoll? Was ist ggf. nicht umsetzbar und an welches Stellen bedarf es noch der praktischen Hilfestellung?

 

ReferentInnen (Organisation):

Jana Rosenboom (Referentin für Inlandsarbeit, Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen – VENRO)

 

M4_Schwarzwald oder Swaziland: Schulpartnerschaften auf dem Prüfstand

Kurzbeschreibung:

Der Workshop informiert über verschiedene Alternativen von Schulpartnerschaften, reflektiert eigene Erfahrungen der Teilnehmenden, setzt Impulse zu neuen Partnerschaften, besonders auf der Nord-Süd-Ebene, beschäftigt sich kritisch mit den Begriffen Partnerschaft und Patenschaft. Verschiedene „Best Practise“-Beispiele werden in den Workshop integriert, dazu gehören neben diversen Partnerschaften saarländischer Schulen das „WELT:Klasse“ Vorhaben des Hainberg-Gymnasiums Göttingen und das Projekt „Partner’s Perspectives – Schulpartnerschaft und Schulprogramm Windhoek – EPIZ Berlin“. Als Methode wird unter Anderem das World Café eingesetzt.

ReferentInnen (Organisation):

Heinz-Jürgen Rickert  (niedersächsischer Landeskoordinator der unesco-projekt-schulen)

Philip Pankow  (Schüler der Wilhelm-Raabe-Schule Lüneburg)

M5_Nachhaltige Schülerfirmen

Kurzbeschreibung:

Der Workshop informiert über die besonderen Chancen der Schülerfirmen zur Vermittlung von Gestaltungskompetenz; die Schülerinnen und Schüler produzieren und verkaufen Produkte oder bieten Dienstleistungen an und berücksichtigen dabei ökologische und soziale Belange.

Wir reflektieren eigene Erfahrungen der Teilnehmenden, setzen Impulse zur Gründung von Schülerfirmen in unterschiedlichen Schulformen. Verschiedene gute Beispiele werden in den Workshop integriert. Wir arbeiten moderiert an der Förderung der Stärken wie der Vermeidung der Schwächen dieses Lehr-, Lernarrangements und setzen Phasen selbstorganisierten und kooperativen Lernens ein.

ReferentInnen (Organisation):

Dr. Günter Siehlmann (Dozent Wirtschaftspädagogik, Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg)

Martina La Roche (BNE-Multiplikatorin Saarland)

M6_Partizipation in der Schule als Chance zur Entwicklung und Gestaltung von Bildungslandschaften

Kurzbeschreibung:

Engagement auf regionaler und lokaler Ebene ist das Rückgrat einer nachhaltigen Entwicklung. Landkreise kommen in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zu. Schulträger bilden eine Schnittstelle zwischen Verwaltungshandeln, Sicherung von Aktivitäten im Sinne der Nachhaltigkeit und dem Engagement von Schulleitungen/Lehrkräften und Schülern. Sie können Aufklärung betreiben, unterstützend tätig werden und steuernd eingreifen.
Der Landkreis Saarlouis als Schulträger der weiterführenden Schulen hat es sich zum Ziel gesetzt den Lern- und Lebensraum Schule in Partizipation mit allen am Schulalltag Beteiligten wie SchülerInnen, LehrerInnen, Schulleitungen, Eltern und außerschulischen Partnern im Sinne der Nachhaltigkeit zu entwickeln und umzusetzen. Mit dem Schulentwicklungsprogramm „Gemeinsam Schule gestalten – Landkreis Saarlouis macht Schule“ beteiligen und unterstützen wir die Schulen des Landkreises mit  Zukunftswerkstätten und Kompetenztagen „Ernährung und Nachhaltigkeit“  „Konsum“ und  „Prima Klima“ an der Entwicklung und Gestaltung ihres Lern- und Lebensraumes Schule in den Bereichen:
 - „Lebendige Pausen“ – Die Gestaltung des Schulhofes zu einem bewegungs- und kommunikationsanregenden Aufenthaltsort
- „Energie für den ganzen Tag“ – Die Entwicklung eines Konzeptes zur gesundheitsförderlichen Ernährung und Bewegung
- „Räume für uns“ – Die Gestaltung der Lebens- und Arbeitsräume in der Schule
- „Miteinander – wie sonst!“ – Verknüpfung zwischen schulischer Lebenswelt und gesellschaftlichem Umfeld
- „Prima Klima in unserer Schule!“ – Die Entwicklung eines Klimaschutzkonzept in der Schule
Die Methode der Zukunftswerkstatt bietet die Chance langfristig und lösungsorientiert Strategien zum nachhaltigen Handeln zu entwickeln. In einer „Mini-Zukunftswerkstatt“ können die WorkshopteilnehmerInnen Ideen für ihre weitere Arbeit entwickeln.

ReferentInnen (Organisation):

Natalie Sadik  (Programmleiterin Schulentwicklung, Landkreis Saarlouis)